Ein Hauch von Ewigkeit


Stille zieht durchs Land.

Ahnungen schweben auf den Schwingen der Stille.

Aus den Nebeln steigen sie hervor,

Ein Flüstern, ein Raunen, ein Hauch.


Wo kommt ihr her?

Was erzählt ihr?

Wer seid ihr?


Sie sind nicht zu fassen, nicht zu begreifen.

Kalter Schauer laufen den Rücken runter,

Die Brust wird eng, wackelig die Knie,

Im Kopf schwirren die Gedanken.

Orientierungslos suchen die Augen nach Halt und Sicherheit.


Sie sind nicht zu finden,

Zumindest nicht im Hier und Jetzt.

Sie sind nicht zu suchen in den Gedankengängen dieser Welt.

Gefühle aus längst vergangenen Zeiten erfassen uns,

Bilder, die aus Filmen stammen könnten, vernebeln den Verstand.


Und doch berühren sie

Wecken Erinnerungen

Verbinden uns mit der Ewigkeit

Und dann sind sie hier

Unsere Ahnen.


Sie stellen sich um uns, halten uns und bergen uns in ihrer Mitte.

Stolz sind sie, dankbar und ehrfürchtig verneigen sie sich vor uns.

Wir ihre Erben, auf die sie zählen.

Wir, deren Geschichten in uns weiterleben.

Wir, die all jenes tragen, was sie nicht verarbeiten konnten.

Ein gemeinsamer Tanz mit dem Feuer des Lebens erneuert die Bande zwischen uns.


Erneuert wird das Band der Verbundenheit,

Erneuert auch der Vertrag immer für einander da zu sein,

Und erneuert das Versprechen auf ein Wiedersehen.


Friede, Freude und Stille erfüllen unsere Brust,

in unseren Seelen lodert jedoch das Feuer der Ewigkeit.

Stille.

Sie hat sie aufgenommen und

Auf ihren Schwingen sind sie zurückgekehrt in die Ewigkeit.

In unserem Herzen bleibt die Erinnerung an den Tanz.


Ehrfürchtig beugen wir das Haupt

Vor uns selbst

Vor unseren Ahnen,

vor der Stille und

vor der Ewigkeit, die in uns wohnen und die wir verkörpern.


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